Die richtige Bezeichnung ist Augeninnendruck. Das Auge ist ein Hohlorgan, das durch seinen Inhalt – vorwiegend Glaskörper und Kammerwasser – in seiner Form stabil gehalten wird. Das Kammerwasser steht unter einem bestimmten Druck, der – ähnlich wie der Luftdruck im Autoreifen – für die Stabilität des Auges sorgt.

Kammerwasser
Das Kammerwasser wird im Auge im Ziliarkörper ständig produziert und fließt durch ein Maschenwerk in der vorderen Augenkammer in den venösen Blutkreislauf ab.

Augeninnendruck
Wird vom Ziliarkörper zuviel Kammerwasser produziert, oder ist der Abfluss durch das Maschenwerk nicht ausreichend möglich, steigt der Augeninnendruck an.

Erhöhter Augeninnendruck
Normalerweise beträgt der Augeninnendruck 10 – 20 mm Hg (Quecksilbersäule). Bei krankhaftem Anstieg kann dieser Wert im Extremfall 70 mm Hg betragen. Aber auch schon ein Anstieg über 20 mm Hg ist für das Auge meist gefährlich.

Folgen des erhöhten Augeninnendrucks
Der krankhaft erhöhte Augeninnendruck behindert die Blutzirkulation im Augeninneren, besonders die Blutversorgung des Sehnervs. Dies führt zum langsamen Absterben von Nervenfasern und damit zum schleichenden Sehverlust.

Messen des Augeninnendrucks
Beim Augenoptiker können Sie den Augeninnendruck messen lassen. Diese Messung gibt dem Augenoptiker einen Anhaltsunkt über die Situation Ihres Augendruckes. Sollte dieser zu hoch sein, muss Sie Ihr Augenoptiker zum Augenarzt schicken. Dieser wendet dann die genauere Mess-Methode “Applanationstonometrie” an und kann Sie individuell weiter beraten.